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Rotbrauner Riesenträuschling Stropharia ferrii Bres. = Stropharia rugosoannulata |
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| Der rotbraune Riesenträuschling wird in Europa erst seit 1920 beobachtet. 1948 taucht er im Norden der BRD auf. Ab 1957 wird er in der ehemaligen DDR gesichtet. Nach einem Massenauftreten im Ostteil von Berlin auf dem Stroh eines grossen Lagerplatzes für Kartoffeln wird der Pilz in Zucht genommen. Viele Kleingärtner bauen die "Braunkappe" in Schrebergärten an, eine beliebte DDR Sorte hiess "Winnetou". Seither verbreitet sich der Pilz in der Natur rasant, nicht zuletzt dank des immer häufiger anzutreffenden Substrates Holzhäcksel. Wie der Name schon sagt kann der Pilz sehr gross werden, ja zählt gar zu den grössten Lamellenpilzen mit Hutdurchmessern von mehr als 30 cm und einem Einzelgewicht von über 1 Kilogramm. Für die Küche sind allerdings die ganz jungen Exemplare viel schmackhafter, vor allem dann, wenn der Ring die Lamellen noch verschliesst. hochauflösennde Ansichten druch Bildklick |
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Natürliches Vorkommen
Dicke, aber auch gut belüftete
Schichten von Holzschnitzeln sind das Lieblingssubstrat des Rotbraunenn
Riesenträuschlings. Die Bilder stammen vom Forsthaus Steinbrecher in der
Schweizer Gemeinde Murg am Walensee. Am 4. Mai waren die grossen
Fruchgtkörper zu hunderten erschienen nach zwei Tagen intensiven Regens. Den stärksten Fruchtkörperschub hat der Pilz in freier Natur eindeutig im späten Frühling. Ein zweiter Wachstumsschub kann im frühen Herbst eintreten. Die Pilze erscheinen nicht direkt auf den Holzschnitzeln, sondern benötigen eine dünne Deckschicht Erde und Torf für ein optimales Wachstum. Ein solches "Casing" ist natürlich gegeben durch das fallende Laub und die durch andere Organismen zersetzte Oberflächenschicht der Holzschnitzel im Winter. Die Pilze erscheinen gern an sonnenbeschienenen Geländestellen, wo sie allerdings dennoch in den Bodenritzen Schatten und Feuchtigkeit benötigen für die Entwicklung der Primordien. Die Lockerheit und Luftdurchlässigkeit des Substrates und das Fehlen jeglicher Staunässe sind mit entscheidend.
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Zucht In Murg haben wir die Braunkappe erstmals erfolgreich in Kisten auf Holzschnitzeln gezüchtet, ohne Erdkontakt und ohne Casing. Die Schnitzel wurden im April 2006 beimpft mit Sägemehlbrut und die ersten Pilze erschienen am 4. Mai 2007 nach intensiven Regenfällen. Zur Beimpfung von Substrat kann man bereits durchwachsenes Substrat im Verhältnis 1 : 10 verwenden.
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Ernte
Die grösste Schwierigkeit bei der Ernte des
Rotbraunen Riesenträuschlings ist die Tatsache, dass er unglaublich
schnell wächst und aber auch ebenso schnell über sein Optimum
hinausschiesst. |
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Trockenes Wetter Nach zwei drei nassen Tagen wenn die Sonnenwärme zurückkehrt, spriessen die neuen Fruchtkörper. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit erscheinen die Pilze dann heller und zuweilen rissig, aber das Fleisch ist bei trockener Witterung optimal knackig-fest und von köstlichem Geschmack. Auf den Bildern, die am 20 Mai 2007 in Unterterzen entstanden sind, sieht man deutlich die dicken wurzelförmigen Hyphenstränge, die tief aus dem Substrat die Baustoffe für die kräftigen Fruchtkörper liefern.
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22.Mai 2007 Erneuter Wachstumsschub nach einem Gewitter in den Kisten in Murg. Es sind gute Augen nötig, um die Pilze zu entdecken, da sie relativ tief im Substra drin wachsen und nur die kleinen Köpfe leicht durch die Deckschicht brechen. Das ist dann auch der Idealzustand für die Ernte, wenn die Pilze von der Statur her wie dickfleischige Steinpilze ausschauen. Finden Sie den zweiten Pilzhut im untersten Bild?
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| Bestellung | Brutbestellung bitte per Mail unter Angabe der zu beimpfenden Substratmenge und wenn möglich mit der Zusammensetzung des Substrates (Holzarten) >> | |