| Pilzgarten > Naturlabor > Pilzzeria > Pilzbrut > Pilze > Anleitungen > Bestellung > Kontakt > Links | ||
| Kräuterseitling Pleurotus eryngii |
||
Der
Kräuterseitling ist ein hochbegehrter Speisepilz, der von vielen Köchen sogar dem
Steinpilz vorgezogen wird, weil er fester in der Substanz, äusserst schmackhaft und
schön anzusehen aber auch geeignet ist für Zubereitungen auf dem Grill. Der
Kräuterseitling kann nicht auf Holzstämmen gezüchtet werden. Er wird deshalb bisher nur
aus Indoorzucht auf Substraten aus Sägemehl mit Zuschlagstoffen produziert. Unsere
Erfahrungen zeigen nun, dass der Kräuterseitling ganz einfach auch im Freien in einem
Pilzgarten gezüchtet werden kann, indem man Substratblöcke vergräbt und schön feucht
hält. Mit unseren Substratblöcken von rund 5 kg Gewicht können Sie mehr als ein
Kilogramm Kräuterseitlinge in unerreichter Qualität ernten. Bestellungen müssen
mindestens zwei Monate vor dem Auspflanzen aufgegeben werden. |
||
| Primordien Mit dem Wort "Primordien" bezeichnet man in der Pilzkunde die Verdichtungen und Knotenbildungen des Pilzgeflechts, woraus sich die Fruchtkörper bilden. Wie bei den meisten holzzersetzenden Pilzen entstehen auch beim Kräuterseitling die Primordien in geschützten Klüften und Rissen des Holzes, der Rinde oder unter einer Lage feuchtem Substrat. Der Beginn der Bildung von Fruchtkörpern ist für den Pilz ein risikoreiches Unterfangen. Es lauern nämlich überall Schnecken, die diese ersten zarten Ansätze für die Fruchtkörper der Pilze im Keime ersticken können, indem sie die winzigen Köpfchen abfressen. Und seltsam: Das Wachstumszentrum der Fruchtkörper liegt ganz alleine im schon deutlich sichtbaren Hütchen. Ist es abgeschnitten oder abgefressen, dann stoppt das Wachstum sofort und aus dem zurückbleibenden Stielrest kann sich kein neuer Hut mehr bilden. Vor allem beim Beginn der Fruchtungsphase muss man also auf Schnecken ein wachsames Auge haben. Später können die gefrässigen Schnecken den grossen Fruchtkörpern weniger anhaben, weil die Pilze so schnell und kräftig wachsen. |
||
| Reife Fruchtkörper Aufnahmen
vom Mai. Die Kräuterseitlinge benötigen zur Bildung von Fruchtkörpern einen sogenannten
Temperaturschock. Von Natur aus passiert das normalerweise im Frühjahr und Herbst, wenn
nachts die Temperaturen unter 8-10 Grad fallen. Aber auch durch kräftiges Wässern kann
eine Temperaturabfall erzeugt werden, was die Bildung von Pilzen anregt. Wie einfach der Anbau ist, erfahren Sie im Videobeitrag im Pilz-TV. >>
|
|
|
| Zutaten Zur Herstellung der Substratsäcke werden unter sterilen Bedingungen Polypropylen-säcke mit Mikrofiltern verwendet. Als Substrat dient eine Mischung aus Strohpellets und Holzpellets, die mit Körnerbrut auf Basis von Weizen beimpft werden. Die beimpften Substratblöcke werden ca. drei Wochen gelagert, bis sie vollständig durchwachsen sind. Sobald die ersten Knotenbildungen sichtbar sind, können die Substratblöcke ausgepflanzt werden. Zur Herstellung des Substrates werden keinerlei chemische oder künstliche Stoffe verwendet. Auch Düngemittel sind nicht notwendig. Der für die Pilzbrut verwendete Weizen ist unbehandelter Futterweizen
Anbau in Kisten Im Freien können Kräuterseitlinge auch in Kisten angebaut werden. dazu werden die Substratblöcke in lockere Erde gegeben und bedeckt mit Erde und einigen Holzpellets. das Hauptproblem ist das Fernhalten der Pilzmücken, die den Kräuterseitling sehr lieben und heftig befallen, wenn er nicht rechtzeitig geerntet wird. |
|
|
|
|
||